Michaela Špačková

Michaela tritt als Solistin, Kammer- und Orchestermusikerin mit renommierten Orchestern und Ensembles auf der ganzen Welt auf. Zweifellos ist sie eine herausragende Künstlerin der jüngeren tschechischen Generation.
Sie erhielt viele Preise an den angesehenen Wettbewerben unter anderem des “ARD Musikwettbewerbs”, der “Prague Spring Competition”, des “Markneukirchen Wettbewerbs”, der “C.M. von Weber Wettbewerb”, der “Muri Wettbewerb” und vielen anderen.

 

Michaela begann ihre Solokarriere im Alter von 17 Jahren mit der PKF – Prague Philharmonia. Seitdem trat sie mit zahlreichen führenden europäischen Orchestern auf, unter anderem der Tschechischen Philharmonie, dem ORF Wien – Symphonieorchesters des österreichischen Rundfunks, dem Münchener Kammerorchester, dem FOK – Prager Symphonieorchesters, der Philharmonie Brünn und anders.

Mit großem Enthusiasmus präsentiert Michaela ihr Instrument, das Fagott, nicht als ein “Brummen, tief versteckt hinter dem Orchester”, aber als ein erstaunliches Melodieinstrument, das sehr wohl Soloauftritte verdient. Stets strebt sie danach, ihre Kunst und ihre Inspirationsquellen zu erweitern. Ihre Neugier für neuartige Wege in der Musik erlaubt es ihr, in zahlreichen innovativen Projekten tätig zu werden. Ihre Leidenschaft für Jazz und Improvisation zeugen von einer sehr vielseitigen Musikerin.

Als Orchestermusikerin arbeitete sie mit großen Dirigenten, unter anderem mit Semyon Bychkov, Francois Xavier Roth, Sir Simon Rattle, Lahav Shani, Jiří Bělohlávek, Jakub Hrůša, Valeri Gergiev, Vladimir Jurowski, Manfred Honeck etc. Dabei wirkte sie in prominenten Orchestern mit. Zu diesen zählte auch die Tschechische Philharmonie, das Gürzenich Orchester Köln, das Ensemble Intercontemporain, PKF – Prague Philharmonie, die Tschechische Sinfonietta und die Kremerata Baltica.
Neben ihren Solo- und Orchesterauftritten ist Michaela kammermusikalisch sehr aktiv. Unter anderem tritt sie mit den Pianisten Betty Lee und Lukáš Klánský auf. Auch ist sie ein Gründungsmitglied des Fagott-Duos “Duo Esperanza”, des Fagott-Quartetts “Fagotiky” und eines Trios mit Klarinette, Fagott und Klavier, “Trio Eolie”.

Michaela begann das Fagottspiel im Alter von 12 Jahren mit Lukáš Kořínek. Ihre Studien setzte sie am Prager Konservatorium in der Klasse von Tomáš Františ und Ondřej Roskovec fort. Gleichzeitig begann sie ihr Fagottstudium mit Prof. Volker Tessmann an der Hochschule für Musik “Hanns Eisler” in Berlin. Dort beendete sie ihr Bachelor-Studium, das sie momentan um einen Master ergänzt. Außerdem nahm Michaela am Erasmus-Programm teil, ein Austausch-Programm, das es ihr erlaubte, am “Conservatoire national supérieur de musique et de danse” in Paris mit Prof. Laurent Lefevre zu studieren.
Michaela ist Empfängerin des Deutschlandstipendiums und eines Stipendiums des Kultusministeriums. Sie erhielt außerdem den Preis “Young Musician of the Year” und war im Mittelpunkt sowohl einer Dokumentaraufnahme über ihre Person als Künstlerin, als auch einer pädagogischen Serie für Kinder.

 

 

“Sie ist eine brillante und charismatische Musikerin, die sich durch ihre Intensität und Symbiose mit dem Instrument auszeichnet. Jede Aufführung und jedes Stück wird mit Genauigkeit und Freude aufgenommen und stellt gleichzeitig eine neue Art dar, neue Farben zu entdecken, um ihrem Stil und der Idee des Komponisten gerecht zu werden. “

 

„Für jeden Dirigenten ist es ein großes Glück, einen Solisten zu haben, der das Publikum fesseln, das Orchester inspirieren und dem Musikstück eine originelle Sichtweise verleihen kann. Eine so wertvolle Gelegenheit hatte ich im Dezember 2019 bei den Konzerten mit der Staatlichen Slowakischen Philharmonie Košice, wo wir die außergewöhnliche Fagottistin Michaela Špačková im Vivaldi-Fagottkonzert g-Moll begleiteten. Barfuß und in einem Abendkleid kam eine charismatische junge Dame auf die Bühne, die beim Publikum Vorfreude weckte – dass es ein außergewöhnliches Erlebnis werden würde. Ihr Spiel ist insofern außergewöhnlich, als das Michaela auf Fagott das Undenkbare spielen kann. Ihre Interpretation ist frei, aber gleichzeitig ist ihre Kreativität im Rahmen von Mantels des besten Geschmacks. Ihr Spiel kann ein ganzes Spektrum an Emotionen vermitteln. Ihre Spielgleichgewichte sind virtuos, ihre farbenfrohe Vorstellungskraft erweitert ihre Ausdrucksskala und ihre Singbarkeit zeigt das Fagott in einem effektiveren und attraktiveren Licht, als wir es gewohnt sind. Ich glaube, dass in Zukunft noch viel mehr Zuschauer Michaelas außergewöhnliche Gaben erkennen werden. “

Martin Leginus, Dirigent